Handwerkskunst

China als eine der ältesten östlichen Zivilisationen hat viele andere Völker extrem beeinflusst. Nicht nur in der Lebensweise anderer Länder, sondern auch im Bezug auf Formen und Motive von Handwerkskunst und Dekoration übte diese Nation große Macht auf ihre Nachbarn und sogar auf noch weiter entferntere Länder aus.

Die Geschichte des chinesischen Kunsthandwerks begann sehr früh, und zwar mit der Shang Dynastie (vom 18. bis in das 12. Jahrhundert vor Christi), einige Quellen meinen sogar noch früher zu Zeiten der legendären Hsia Dynastie. Da die Chinesen sehr viel Wert auf ihre Ahnen und somit ihre Tradition legen, hielt sich eine bestimmte Art des Kunsthandwerks über viele Jahrhunderte hinweg, bis in die heutige Zeit.

Formen alter Bronzegefäße aus diesen alten Dynastien wurde beispielsweise im 18. sowie 19. Jahrhundert nach Christus bei Porzellangefäßen wiederverwendet, die in ihrem Aussehen zwar etwas verändert wurden, aber immer noch einen starken Wiedererkennungswert des alten Handwerks besaßen.

Doch nicht nur die Formen unterscheiden China nach wie vor von denen der westlichen Welt, besonders die verwendeten Materialien für alle Arten des Kunsthandwerks sind, gerade für die Chinesen, markant. So sind sie schon immer Meister der Keramik und das Wissen über den Umgang mit dem filigranen Material verbreitete sich nach Korea sowie nach Japan und sogar in Teilen der Länder von Südostasien wissen die dort ansässigen Kunsthandwerker dank einiger chinesischer Meister, wie Keramik zu Hand haben ist.

Doch nicht nur mit Keramik wussten und wissen die Chinesen umzugehen, auch mit Porzellan, Steinen aller Art sowie Bronze wussten die Handwerksmeister etwas anzufangen und stellten filigrane sowie reich verzierte und verschnörkelte Stücke für den alltäglichen Gebrauch, sowie für Schmuck- und Dekorationszwecke her, die bis heute beliebt sind, egal ob in der westlichen oder in der östlichen Gesellschaft der Erde.

Zum alltäglichen Gebrauch  gehörten auch Spiele wie die Steine im Mahjong oder Go. Traditionelles Spielmaterial wird beispielsweise in Japan aus Muscheln und Kayabäumen gefertigt, das aufgrund der Seltenheit zu hohen Preisen führen kann. Bretter und Steine, die von hervorragenden Handwerksmeister gefertigt werden, führen auch zum Stolz der Spieler über solche hochwertiges Spielmaterial. Plastik ist hier für viele Spieler ein “no go”. So spielt Handwerkskunst überall im Leben eine wichtige Rolle.